Am 11. Februar hat die Gemeinde Eppan gemeinsam mit dem Planungsteam zu Dialogmomenten eingeladen, um diesen Übergang bewusst zu gestalten, Inhalte zu vertiefen und ein gemeinsames Verständnis für Qualitäten und Zielsetzungen des Projekts zu schaffen.
Im Fokus der Planung stehen nicht nur neue Gebäude, sondern vor allem die räumlichen Beziehungen und Freiräume des künftigen Viertels.
„Für die Rastwiesen war von Anfang an entscheidend, nicht einzelne Häuser zu planen, sondern ein zusammenhängendes Quartier mit starken Zwischenräumen“, erklärt Peter Zoderer (feld72). „Diese Freiräume sollen Begegnung ermöglichen und das neue Viertel mit dem bestehenden Dorf verweben.“
Die besondere Größe des ehemaligen Kasernenareals eröffnet neue Perspektiven für Eppan.
„Mit den Rastwiesen hat Eppan die seltene Chance, ein ganzes Viertel neu zu denken – nicht nur architektonisch, sondern auch als sozialen und funktionalen Zusammenhang“, so Michael Obrist. „Ein Areal dieser Dimension verlangt nach einer klaren Haltung und einem gemeinsamen Bild.“ Auch die Frage nach der Nutzungsmischung ist zentraler Bestandteil des Neugestaltungsplans. „Für die Rastwiesen war es wichtig, Wohnen, Arbeiten, soziale Einrichtungen und Freizeit nicht zu trennen, sondern bewusst miteinander zu verknüpfen“, betont Zoderer (feld72). „So kann ein lebendiges Quartier entstehen, das über den ganzen Tag und für unterschiedliche Lebensphasen funktioniert.“
Ein weiteres Kernthema ist die Mobilität innerhalb und rund um das Areal.
„Die Rastwiesen wurden als weitgehend autoarmes Quartier gedacht“, sagt Peter Zoderer „Weniger Autos bedeuten hier nicht Verzicht, sondern mehr Raum für Freiflächen, Wege und gemeinschaftliche Nutzungen.“
Die Dialogmomente baten die Gelegenheit, den Neugestaltungsplan anhand von Modellen und Plänen gemeinsam zu betrachten.
„Jetzt, kurz vor den nächsten Schritten, geht es weniger darum, offene Fragen zu klären, sondern ein gemeinsames Verständnis für die Qualitäten der Rastwiesen zu schaffen“, so Obrist. „Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine kohärente und langfristig tragfähige Umsetzung.“