Blühendes Eppan

In der Gemeinde Eppan werden mehrere Grünflächen in artenreiche und bunte Blumenwiesen umgewandelt, um Lebensraum für Bestäuberinsekten zu schaffen und die Biodiversität im Dorf zu fördern. 

Veröffentlichungsdatum:

22.10.2025

Lesedauer

2 Minuten

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Eine Blumenwiese in Südtirol

Beschreibung

Blumenwiesen sind artenreiche Wiesen. Kein Lebensraum auf der Erde beherbergt derart viele Pflanzenarten auf engstem Raum. Die Gemeinde Eppan beteiligt sich am Projekt „Blumenwiesen“ und hat dafür eine Fläche von ca. 470 Quadratmetern ausfindig gemacht.
Im Spätsommer wurden die Blumen für die Blumenwiesen erstmals ausgesät. Die Mitarbeiter der Gemeindegärtnerei kümmert sich um die Bodenvorbereitung, die Aussaat und die Pflege der Blumenwiesen. 

Eppan befindet sich in der Biogeographischen Region „Süden“. Die Blumensamen stammen aus unmittelbarer Nähe. Es ist essenziell, dass die zur Neuaussaat verwendeten Samen aus der entsprechenden biogeographischen Region stammen. Die einzelnen Pflanzenarten haben sich mit der Zeit genetisch an ihren Standort angepasst, an Untergrund, Temperatur, Höhenlage und Wasserverfügbarkeit. Ebenso haben sich die Bestäuberinsekten an diese lokalen genetischen Varianten angepasst.

Wichtigkeit der Blumenwiesen

Schmetterlinge, Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer sind für die Bestäubung von rund zwei Dritteln aller Pflanzenarten weltweit zuständig und sichern damit ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion. In unseren stark versiegelten Städten und Dörfern und auf Rasen können diese Insekten aber nicht überleben. Der Bestand vieler Insektenarten ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stark zurückgegangen. Es ist deshalb nicht nur für die Insekten, sondern auch für uns Menschen überlebenswichtig, die Bestäuber zu schützen.

Damit Schmetterlinge, Wildbienen und all die anderen Bestäuber in unserer asphaltierten und intensiv genutzten Landschaft einen Ort zum Leben finden, werden in vielen Südtiroler Gemeinden Blumenwiesen von hohem ökologischem Wert angelegt, mit Samen von einheimischen Pflanzenarten, die exakt an die lokalen Begebenheiten angepasst sind.

Eine Blumenwiese braucht Zeit

Eine Blumenwiese braucht - im Gegensatz zu Samenmischungen von einjährigen Pflanzen oder mit Topfpflanzen angelegten Beeten - Zeit, sich zu entfalten. Sie wachsen langsam, viele Arten sind zweijährig und bilden im ersten Jahr nur unscheinbare Rosetten. Nach einiger Zeit und der korrekten Pflege entsteht ein artenreicher Lebensraum für Insekten und eine bunte Augenweide, die das ganze Jahr über in verschiedenen Farben blüht.
Die Blumenwiese braucht auch keine Düngung, im Gegenteil. Je weniger eine Blumenwiese gedüngt wird, desto artenreicher ist diese. Eine Düngung begünstigt wenige Arten, meist Gräser, die andere Arten verdrängen.
Zudem ist es essenziell, dass eine klassische Blumenwiese mindestens einmal pro Jahr gemäht wird. Dabei ist es wichtig, die Blumenwiese nicht vor dem Abreifen der Blüten zu mähen. Somit haben die Samen genug Zeit, um abzufallen und im nächsten Jahr neu austreiben zu können. Eine Wiese, die nicht mindestes einmal im Jahr gemäht wird, verbuscht und wird langfristig zu Wald.

Weiter Infos: www.blumenwiesen-pratifioriti.bz.it

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Zuletzt aktualisiert: 22.10.2025, 08:44 Uhr

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